Die Ölmärkte zeigen sich rund um die Straße von Hormus widerstandsfähig. Wie Bloomberg berichtet, akzeptieren Marktteilnehmer weitgehend die Zusicherungen der USA, dass der Engpass offen bleibt. Für den Tankermarkt bedeutet das, dass der unmittelbare Fokus weiter auf realen Rohöl- und Produktströmen liegt und nicht auf einem vollständigen Unterbrechungsszenario, zumal alternative Exportwege und wachsendes Angebot aus der westlichen Hemisphäre die langfristigen Preiseffekte von Spannungen am Golf begrenzen.

Für die Schifffahrt heißt das, dass die Stimmung im Rohöltankersegment eher von tatsächlichen Ladungen und Reisebedarf als nur von Schlagzeilen bestimmt werden dürfte. Bloomberg verweist zudem darauf, dass Benzin- und Dieselpreise wegen höherer Raffineriemargen erhöht bleiben, was den Produktentankerhandel stützen kann, selbst wenn Rohölpreise mit wachsendem Angebot und nachlassender Nachfrage allmählich sinken.