Die Europäische Kommission hat laut gCaptain ein 21. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das den Druck auf die Shadow-Fleet-Schifffahrt ausweiten, den Verkauf und Weiterverkauf von LNG-Tankern an Russland einschränken und Transaktionen mit zwei russischen Häfen verbieten würde, die mit Ölexporten verbunden sind. Das Paket würde außerdem 30 weitere Schiffe auf die EU-Liste der Shadow Fleet setzen und erstmals auch Schiffe und Unternehmen erfassen, die bereits sanktionierte Einheiten mit Bunkerdiensten, Betankung oder anderer operativer Unterstützung versorgen.
Für TankerMap ist der direkte Bezug zu Schifffahrt und Häfen entscheidend. Sollte das Paket von den EU-Mitgliedstaaten gebilligt werden, würde das Sanktionsrisiko über Ladungseigentum und Schiffsidentität hinaus auf das Dienstleistungsnetz rund um Shadow-Fleet-Operationen übergreifen und damit Bunkerlieferanten, Gegenparteien und hafenbezogene Handelsströme treffen. Die vorgeschlagenen Beschränkungen für LNG-Tankerverkäufe verengen zugleich die maritimen Optionen für russische Energieexporte weiter, während Schiffsverfügbarkeit, Routing und Sanktionsprüfungen für Tanker- und Gasschifffahrtsmärkte zentral bleiben.