Der Druck, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus vollständig wiederherzustellen, nimmt zu, nachdem neue Hinweise darauf hindeuten, dass der ausgehende Verkehr selbst nach der Waffenruhe ungewöhnlich begrenzt bleibt. Aus Washington kommt die Botschaft, dass das Offenhalten der Wasserstraße für den Handel strategische Priorität hat. Doch die bisher schwachen Bewegungen zeigen, dass Tankerbetreiber weiter vorsichtig agieren, solange politische und sicherheitsbezogene Risiken ungelöst bleiben.
TankerMap-Daten zeigen, dass sich der Engpass noch längst nicht normalisiert hat. Die Plattform verfolgt 3.201 Rohöltanker und 155 Energiehäfen weltweit. Nahe der Hormus-Zufahrt bewegten sich große Rohöltanker wie SINGAPORE LOYALTY, MT TENJUN, PLATA CARRIER und MIRACLE HOPE am frühen Donnerstag weiter nur langsam oder hielten Position in der weiteren Zone, statt eine klare Rückkehr zu normalen Transitmustern zu signalisieren. Auch Exportterminals bleiben anfällig für neue Störungen. Ras Tanura verzeichnete acht Schiffe im Hafen und fünf Abfahrten binnen 24 Stunden, während Irans Kharg Island im gleichen Zeitraum eine Abfahrt meldete. Diese Kombination aus aktiver Verladung und zurückhaltender Schiffsbewegung zeigt, warum selbst eine partielle Blockade Rohölströme, Versicherungskosten und Raffinerieeinkäufe weit über den Golf hinaus weiter verzerren kann.