IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez hat Vorschläge für Transitgebühren in der Straße von Hormus zurückgewiesen. Die Schifffahrtsbranche drängt weiter auf eine offene und verlässliche Passage durch einen der wichtigsten Energie-Engpässe der Welt. Seine Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Verkehr durch Hormus weiter stark gestört ist und Berichten zufolge Tausende Seeleute in und um die Meerenge festsitzen, während über den Zugang verhandelt wird.

Für den Tankermarkt geht es um mehr als nur Gebühren. Jede zusätzliche Abgabe, Verzögerung oder rechtliche Unsicherheit in Hormus würde die Volatilität bei Frachtraten, Versicherungskosten und Reiseabläufen für Rohöl- und LNG-Ladungen aus dem Golf weiter verschärfen. Da Reeder bereits Sicherheitsrisiken abwägen und Charterer jede Passage genau verfolgen, unterstreicht die Position der IMO die Sicht der Branche, dass in einem ohnehin fragilen Umfeld keine weiteren kommerziellen Hürden aufgebaut werden sollten.

Die Daten von TankerMap verdeutlichen die Größenordnung. Die Plattform verfolgt weltweit 3.201 Rohöltanker und 904 LNG-Tanker sowie 155 Häfen im Öl- und Gashandel. Solange Hormus eingeschränkt bleibt, werden Tankerplanung, Besatzungswohl und Exportzeiten auf den Golf-Routen weiter unter Druck stehen.