Bloomberg berichtet, dass CSIS-Senior Fellow Will Todman einen Konflikt niedriger Intensität mit gelegentlichen Eskalationen zwischen den USA und Iran für wahrscheinlicher hält als einen umfassenden Krieg, weil die wirtschaftlichen Kosten für beide Seiten zu hoch wären. Für die Tankermärkte spricht das eher für ein Sicherheitsumfeld mit punktuellen Risiken statt für ein länger anhaltendes Schließungsszenario, was Stimmung, Versicherungskosten und Reiseplanung im Golf schnell beeinflussen kann.

Die Straße von Hormus bleibt dabei zentral, weil Iran laut der Einschätzung die Kontrolle über den Engpass als wirtschaftliches und strategisches Druckmittel behalten will. Damit bleiben Rohöl- und Produkttransporte durch den Golf besonders im Blick, wobei steigende Spannungen zunächst eher zu Frachtschwankungen, Anpassungen der Routen und höheren Risiken bei Hafenanläufen führen dürften als zu einem sofortigen Stopp der regionalen Ölströme.