Goldman Sachs erwartet laut Bloomberg vom 1. Juli, dass der globale Oelmarkt wieder in ein Ueberangebot dreht, weil die Folgen des Iran-Kriegs abklingen und sich der Verkehr durch die Straße von Hormus erholt. Fuer die Schifffahrt ist das wichtig, weil normalisierte Hormus-Passagen bestimmen, wie schnell Golf-Rohoel wieder zu den Kaeufern gelangt und wie stark sich der zuvor aufgebaute Notfalldruck bei Tankerverfuegbarkeit und Exportterminen zurueckbildet.

Fuer TankerMap-Leser liegt das Schluesselsignal darin, dass ein stabilerer Transit durch Hormus den Markt von Stoerungspreisen wieder in Richtung Mengenkonkurrenz verschieben kann. Wenn wieder mehr Rohöl regulär durch die Meerenge fließt, duerften Tankereinsatz, Ballastpositionierung und Ladeprogramme im Golf staerker von schwachen physischen Bilanzen als von reiner Kriegsverknappung gepraegt werden. TankerMap-Datenkontext: Hormus bleibt ein zentraler Engpass fuer Rohölstroeme, sodass ein Wechsel von Konfliktstoerung zu Ueberangebot Schiffsnutzung, Frachtrichtung und Hafenaktivitaet im Golf rasch veraendern kann.