Die US-Druckkampagne gegen Iran-nahe maritime Handelsströme hat sich über die Straße von Hormus hinaus ausgeweitet, berichtet die Jerusalem Post unter Berufung auf Details des Wall Street Journal zur Operation Economic Fury. Nach dem Beginn mit Blockademaßnahmen rund um iranische Häfen und den Hormus-Engpass soll die Operation inzwischen auch das Abfangen von Schiffen umfassen, denen Unterstützung des iranischen Regimes in internationalen Gewässern vorgeworfen wird – auch außerhalb des Golfs.

Für TankerMap-Leser ist entscheidend, dass sich das Schifffahrtsrisiko damit nicht mehr nur auf eine einzelne Meerenge beschränken könnte. Wenn sich die Durchsetzung von Hormus auf weitere Seewege und Unterstützungsnetzwerke ausdehnt, könnten Betreiber, Händler und Versicherer mit einem deutlich breiteren Compliance- und Routingproblem bei Rohölströmen, sanktionsnaher Ladung und Dark-Fleet-Aktivitäten konfrontiert werden. TankerMap beobachtet Engpässe, Tankerverkehr und Hafenexponierung genau, wenn aus einer regionalen Energiesicherheitsgeschichte eine größere maritime Durchsetzungslage wird.