Das US-Militär hat Berichte zurückgewiesen, wonach der Geleitschutz für die kommerzielle Schifffahrt in der Straße von Hormus im Rahmen des zuvor ausgesetzten Project Freedom wieder aufgenommen worden sei. Für Tankereigner, Charterer und LNG-Betreiber ist das relevant, weil damit klar wird, dass eine formelle, von den USA gestützte Konvoiebene weiterhin nicht zurück ist. Die Sicherheitsplanung stützt sich damit weiter auf die bestehende Marinepräsenz, private Risikosteuerung und laufend angepasste regionale Hinweise.
Für TankerMap-Leser ist die wichtigste Schlussfolgerung operativ, nicht politisch. Der Eindruck eines wieder aufgenommenen Geleitschutzes hätte die Annahmen für Fahrten von Rohöl-, Produkt- und LNG-Tankern durch den Engpass verändern können. Das Dementi aus Washington unterstreicht stattdessen, dass die Transitbedingungen in Hormus fragil bleiben und Reeder ihre Reisen trotz selektiver Erholungssignale im Verkehr weiter unter Unsicherheit kalkulieren müssen.