Der UN-Generalsekretär hat alle Parteien aufgefordert, die Navigationsfreiheit in der Straße von Hormus zu respektieren, nachdem die US-Blockade iranischer Häfen in Kraft getreten ist. Der Appell zeigt, wie sehr der Status der Wasserstraße gleichzeitig zum Brennpunkt für internationales Seerecht, Schifffahrtssicherheit und globale Energieversorgung geworden ist.

Die freie Durchfahrt durch internationale Meerengen ist ein Eckpfeiler des UN-Seerechtsübereinkommens und ein Grundsatz, auf dem die weltweite Handelsschifffahrt basiert. Jede anhaltende Einschränkung des Transits durch Hormus – ob durch Blockadedurchsetzung, Minenbedrohung oder Militäraktivitäten – setzt den rechtlichen Rahmen unter Druck, auf den Tankerreedereien, Versicherer und Ladungsinhaber bei Reiseplanung und Risikobewertung angewiesen sind.

TankerMap-Daten belegen die praktische Tragweite. Die Plattform verfolgt weltweit 3.201 Rohöltanker, 904 LNG-Tanker und 155 Häfen. Die Straße von Hormus liegt im Herz der Routen, die Golfexporteure mit asiatischen, europäischen und südasiatischen Importmärkten verbinden. Ein formeller UN-Aufruf zur Wahrung der Navigationsrechte zeigt, wie aufmerksam der Markt Signale beobachtet, ob sich die Transitbedingungen stabilisieren oder weiter verschlechtern.