Drei Supertanker mit rund 6 Millionen Barrel Rohöl an Bord und mit Ziel China und Südkorea haben versucht, die Straße von Hormus zu durchqueren, nachdem Iran die Schifffahrtskontrollen verschärft hat. Das berichtet die Financial Times. Für TankerMap-Leser ist das ein konkretes operatives Signal: Trotz strengerer Kontrollen und höherer Risiken versuchen einige sehr große Rohöltanker weiterhin, Golf-Exportladungen durch den sensibelsten Öl-Engpass der Welt zu bewegen.

Die Transitversuche sind über die geopolitischen Schlagzeilen hinaus wichtig, weil sie dem Markt in Echtzeit zeigen, ob VLCC-Verkehr selbst unter Druck zumindest selektiv weiterlaufen kann. Gelingt die Passage, könnte das asiatische Lieferketten stützen und die Frachtangst etwas dämpfen; kommt es zu Verzögerungen oder Eingriffen, würden Sorgen um Rohöl-Ladepläne, Transitzuverlässigkeit und Tanker-Risikoprämien in Hormus zunehmen.