Nahezu alle großen nicht-iranischen Tanker, die während des Krieges in den Persischen Golf eingelaufen sind, scheinen ihn laut Bloomberg-Tracking wieder mit Ladung verlassen zu haben. Das bedeutet nicht, dass die Straße von Hormus normal funktioniert, aber es deutet darauf hin, dass ein enger Korridor für selektiven Handel für jene Eigner und Charterer offen bleibt, die außergewöhnliche Sicherheits-, Versicherungs- und politische Risiken weiter einpreisen.
Für TankerMap-Leser ist dieses operative Signal wichtiger als die Schlagzeile selbst. Wenn beladene Tanker auch jetzt noch Rundreisen durch Hormus abschließen, wenn auch in kleiner Zahl, spricht das für eine Spaltung des Marktes zwischen abwartenden Betreibern und einer kleineren Gruppe, die unter engen Auflagen weiter Rohöl aus Golfterminals bewegt. TankerMap verfolgt weltweit 4.022 Tanker und 155 Häfen, und genau solche selektiven Verkehrsströme können Schiffspositionierung, Frachtprämien, Warteschlangen und das Vertrauen rund um einen der wichtigsten Öl- und LNG-Engpässe der Welt verändern.