US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Straße von Hormus werde "auf die eine oder andere Weise" geöffnet bleiben beziehungsweise wieder geöffnet werden. Damit sendet Washington das politische Signal, dass die Schiffbarkeit des Nadelöhrs trotz anhaltender Spannungen Priorität hat. Für Tanker- und LNG-Märkte ist das relevant, weil Hormus der wichtigste Auslass für Rohöl- und Gaskargoes aus dem Golf bleibt und selbst verbale Zusicherungen Charterentscheidungen, Routenplanung und kurzfristige Risikobewertungen beeinflussen können.
Für TankerMap-Leser lautet die praktische Schlussfolgerung, dass sich die offizielle Kommunikation weiter auf die Sicherung oder Wiederherstellung der Passage konzentriert und nicht auf die Hinnahme einer längeren Störung. Das beseitigt die operativen Risiken für Reeder, Terminals und Käufer nicht, unterstreicht aber, wie eng Regierungen Diplomatie und Sicherheitsbotschaften mit der Kontinuität von Öl-, LNG- und Produktströmen durch einen der wichtigsten maritimen Engpässe der Welt verknüpfen.