QatarEnergy hat die Force-Majeure für LNG-Lieferungen bis Mitte Juni verlängert, während die Straße von Hormus für den Tankerverkehr weiter nahezu vollständig blockiert bleibt, berichtete gCaptain unter Berufung auf informierte Kreise. Das ist eines der bislang deutlichsten Signale dafür, dass die Störung im Golf nicht mehr als kurzfristige Unterbrechung, sondern als anhaltende Begrenzung eines der wichtigsten LNG-Exportsysteme der Welt gesehen wird.
Für TankerMap-Leser ist die Bedeutung unmittelbar. Eine längere Force-Majeure aus Katar bedeutet, dass Charterpläne, Ladungszuweisungen und die Planung auf Käuferseite auf eine wochenlange statt nur tageweise Störung neu ausgerichtet werden müssen. Zugleich verschärft sich die Trennung zwischen LNG-Mengen, die noch über alternative Wege bewegt werden können, und Ladungen, die durch das Hormus-Risiko strukturell feststecken. Damit wird die zentrale Rolle der Meerenge für die globale Gasschifffahrt und die Planung schwimmender Kapazitäten erneut unterstrichen.