Die letzten Rohöltransporte, die den Persischen Golf vor der Schließung der Straße von Hormus verlassen haben, sollen in den kommenden Tagen an Raffinerien gelöscht werden. Damit wird ein kritischer Wendepunkt im Versorgungsschock erreicht. Sobald diese Vorkriegsbarrel verarbeitet sind, ist der unmittelbare Pipeline-Vorrat an Golfölrohöl für Importregionen faktisch erschöpft, was den globalen Wettlauf um Alternativversorgung beschleunigt.
Die Lieferung der letzten Ladungen vor der Blockade wird am Markt genau beobachtet, weil sie den Moment markiert, an dem physische Engpässe vom Prognosefall zur Realität werden. Raffinerien, die auf Golfölrohöl aus Saudi-Arabien, Irak, den VAE und Kuwait angewiesen waren, müssen ihre Rohstoffversorgung jetzt schnell neu ausrichten und sich zu verfügbaren Fracht- und Preiskonditionen an Lieferanten in den Amerikas, Westafrika und Russland wenden.
TankerMap-Daten verdeutlichen das Ausmaß der anstehenden Neuausrichtung. Die Plattform verfolgt weltweit 3.201 Rohöltanker und 155 Häfen, darunter 36 große Ölexport-Drehscheiben. Eine anhaltende Hormus-Schließung lenkt Tanker auf längere Routen, verengt den verfügbaren Tonnagebestand auf Schlüsselkorridoren und treibt die Frachtkosten für Käufer in die Höhe, die um Barrel konkurrieren. Die nächsten Tage werden ein entscheidender Test dafür, wie schnell der Markt die Versorgung umlenken kann.