Kuwait erklärte für Ausfuhren von Rohöl und Ölprodukten, die mit der aktuellen Lage in der Straße von Hormus zusammenhängen, den Rückgriff auf höhere Gewalt. Die Maßnahme deutet darauf hin, dass Verzögerungen beim Laden und Umlenken von Ladungen nicht mehr im Rahmen der bestehenden Verträge gehalten werden konnten.

Das Signal unterstreicht, dass der Golf weiterhin als Kernzone maritimer Risiken gilt, in der Zugangsengpässe rasch zu Spannungsdruck auf Händler, Charterer und Häfen führen. Laut TankerMap werden weltweit 3.201 Rohöltanker und 904 LNG-Tanker beobachtet. Reeder und Trader verfolgen deshalb die Transitzuverlässigkeit im Persischen Golf besonders genau, denn schon eine Woche der Unsicherheit kann Prompt-Cargo-Verfügbarkeit verknappen und Frachtraten sowie Versicherungsprämien anheben.