Der Irak hat im April nur 10 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus exportiert und damit deutlich weniger als die rund 93 Millionen Barrel pro Monat vor dem Iran-Krieg, sagte Ölminister Basim Mohammed laut Reuters via gCaptain. Für TankerMap ist diese Zahl ein scharfer Indikator dafür, wie stark der Tankerzugang durch den Engpass wegen Kriegsrisiken und Versicherungsproblemen eingeschränkt bleibt.

Der Minister sagte, dass Tankerankünfte weiterhin begrenzt seien, weil Schiffe die Meerenge aus Versicherungsgründen meiden. Zugleich fördert der Irak nach seinen Angaben derzeit 1,4 Millionen Barrel pro Tag und stützt sich teilweise auf die Kirkuk-Ceyhan-Leitung: Rund 200.000 Barrel würden über den türkischen Hafen Ceyhan exportiert, mit dem Ziel, das Volumen auf 500.000 Barrel zu erhöhen. Für den Tankermarkt ist das relevant, weil es zeigt, dass gestörte Golf-Exportlogistik weiter Fracht auf alternative Routen verlagert, während normale Hormus-Mengen stark gedrückt bleiben.