Irans Beschlagnahmung von zwei Containerschiffen mithilfe eines Schwarms kleiner, schneller Boote hat Zweifel daran geweckt, dass die Straße von Hormus bald sicher wieder öffnen kann, wie aus Reuters-Berichten bei gCaptain hervorgeht. Von Reuters zitierte Sicherheitsexperten sagen, die Boote seien inzwischen Teil eines mehrschichtigen Bedrohungsbilds zusammen mit Minen, Raketen, Drohnen und elektronischer Störung. Damit bleibt die Absicherung der Handelsschifffahrt schwierig, selbst nachdem Irans konventionelle Marine erhebliche Verluste erlitten hat.
Für TankerMap-Leser ist entscheidend, dass eine Wiederöffnung von Hormus nicht nur von Minenräumung oder Waffenstillstandsankündigungen abhängt. Schwarmtaktiken schaffen ein dauerhaftes operatives Risiko für die Handelsschifffahrt, weil die Boote schnell sind, sich nicht vollständig neutralisieren lassen und sich gut für Festsetzungs- oder Belästigungsaktionen gegen unbewaffnete Handelsschiffe eignen. Das bedeutet anhaltendes Störungsrisiko für Tanker- und LNG-Transite sowie hohe Versicherungskosten und anhaltende Vorsicht bei Reedern mit Blick auf Golf-Reisen.