Goldman Sachs zufolge könnten die US-Dieselbestände bis August auf kritische rund 20 Versorgungstage sinken, falls die aktuellen Lagerabbauten bei einer nahezu vollständigen Schließung der Straße von Hormus anhalten, berichtet Bloomberg. Für die Schifffahrt ist das relevant, weil ein Engpass an einem Golf-Chokepoint damit direkt mit einer Verknappung im Atlantikbecken verknüpft wird – mit höherer Wahrscheinlichkeit für Ersatzladungen über längere Distanzen und veränderte Routen sauberer Tanker.

Für TankerMap-Leser ist das mehr als nur eine Preisgeschichte. Wenn sich die Mitteldestillat-Bilanzen in den USA weiter verschärfen, könnten Händler Ladungen aus weiter entfernten Raffineriezentren heranziehen müssen, während Reeder und Charterer Routenkosten, Tonnageverfügbarkeit und Engpässe in alternativen Lieferketten neu bewerten. TankerMap-Datenkontext: Störungen in Hormus schlagen oft schnell auf die globale Positionierung von Produktentankern und Hafenanläufe weit außerhalb des Golfs durch.