Das russische Projekt Yamal LNG hat laut Schiffsdaten seine erste Ladung seit November nach China verschifft und damit eine bemerkenswerte Veränderung der Handelsströme markiert, nachdem europäische Käufer die Mengen im ersten Quartal weitgehend aufgenommen hatten. Die Bewegung deutet darauf hin, dass die asiatische Nachfrage arktisches LNG wieder stärker nach Osten zieht, obwohl Sanktionsdruck, kriegsbedingte Verwerfungen an den Energiemärkten und anhaltende Schifffahrtsengpässe die Zielmärkte weiter verändern.Für TankerMap-Leser ist diese Ladung relevant, weil Routenänderungen im arktischen LNG-Handel die Schiffsallokation und regionale Marktbalancen rasch beeinflussen können. TankerMap verfolgt 904 LNG-Tanker innerhalb einer globalen Flotte von 4.105 Schiffen und überwacht 155 Häfen weltweit. Ein erneuter Fluss von Yamal nach China könnte die Verfügbarkeit von LNG-Tankern, die Reiselängen und die Stimmung am Spotmarkt beeinflussen, besonders wenn die europäische Nachfrage nachlässt und mehr arktische Mengen wieder nach Asien gehen.