Ein Vorstoß im UN-Sicherheitsrat zum Schutz der Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus ist gescheitert, nachdem Russland und China ihr Veto eingelegt hatten. Damit bleibt die maritime Krise ohne koordinierte internationale Antwort. Der Rückschlag zeigt, wie politische Spaltungen die operativen Risiken für Reeder, Charterer und Energiehändler verschärfen, die bereits mit gestörten Routen, höheren Versicherungskosten und schlechteren Sicherheitsbedingungen kämpfen.Für TankerMap-Leser ist die Abstimmung wichtig, weil das Fehlen eines multilateralen Schutzrahmens die Unsicherheit für den laufenden Verkehr durch einen der kritischsten Energie-Engpässe der Welt erhöht. TankerMap verfolgt weltweit 4.105 Schiffe, darunter 3.201 Rohöltanker und 904 LNG-Tanker, über 155 Häfen. Ohne klarere Schutzregelungen dürften Entscheidungen über Routen, Wartezeiten, Charterpreise und eine Rückkehr in den Golf für Hormus-exponierte Flotten hochgradig instabil bleiben.