Reeder fragen nach der Waffenruhe zwischen den USA und Iran in großem Umfang Versicherungsschutz für Fahrten durch die Straße von Hormus an. Das zeigt, dass ein Neustart des Verkehrs ebenso stark vom Preis des Risikos wie von der Diplomatie abhängen wird. Die Flut an Anfragen deutet darauf hin, dass Betreiber wieder fahren wollen, allerdings nur, wenn sie tragfähige Bedingungen für Kasko-, Fracht- und Kriegsrisiken erhalten, nachdem Golf-Routen wochenlang durch Konflikt und Unsicherheit praktisch eingeschränkt waren.
Daten von TankerMap zeigen, wie breit die Flottenreaktion ausfallen könnte, falls Deckung verfügbar wird. Die Plattform verfolgt weltweit 4.105 Schiffe, darunter 3.201 Rohöltanker und 904 LNG-Tanker, über 155 Energiehäfen. Live-Daten am Dienstag zeigten Schiffe wie FRONT JAGUAR in Nordeuropa auf Fahrt, MARVEL SWALLOW LNG vor Dänemark unterwegs und SEAWAYS SHENANDOAH vor der US-Ostküste vor Anker. Das unterstreicht, dass Schiffe in mehreren Becken nicht nur auf politische, sondern auch auf kommerzielle Signale warten. Selbst mit Waffenruhe könnte die Preisgestaltung bei Versicherungen der Schlüsselfaktor für die Erholung des Hormus-Verkehrs sein.