Japans Raffinerien wollen Lieferungen von US-Rohöl beschleunigen, indem sie kleinere Tanker chartern, die den Panamakanal nutzen können, statt größere Schiffe auf längere Routen um Afrika zu schicken. Der Schritt zeigt, dass Käufer ihre Lieferketten selbst nach der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter neu ordnen, um Transitzeiten zu verkürzen und die Abhängigkeit von Störungen zu verringern, die zuletzt die Ströme aus dem Nahen Osten belastet und Importeure zu neuen Zeitplänen gezwungen haben.

Daten von TankerMap zeigen, wie diese Umleitung in das breitere Marktbild passt. Die Plattform verfolgt weltweit 3.201 Rohöltanker und 155 Energiehäfen, darunter 36 Ölexport- und 26 Ölimporthäfen. Live-Daten am Mittwoch zeigten Rohöltanker auf alternativen Routen, darunter MARETA im östlichen Mittelmeer, ALATAU bei Gibraltar und BELMAR auf Westkurs. Das verdeutlicht, wie sich Flotteneinsätze auf Atlantik- und Mittelmeer-Korridore verteilen, während Raffinerien nach flexibleren Beschaffungswegen für Rohöl suchen.