Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat die stärkste Wochenverbesserung seit Beginn des Krieges verzeichnet. Das deutet darauf hin, dass einige Betreiber die Route trotz anhaltend hoher regionaler Risiken wieder vorsichtig nutzen. Der Anstieg des Sieben-Tage-Durchschnitts bei den Transiten spricht für eine teilweise Normalisierung, bleibt aber fragil, solange auf einem der wichtigsten Ölengpässe der Welt weiter ein hoher Sicherheitsaufschlag lastet.

Für den Tankermarkt ist selbst ein moderater Anstieg der Hormus-Passagen relevant. TankerMap verfolgt weltweit 4.105 Schiffe, darunter 3.201 Rohöltanker und 904 LNG-Tanker. Das zeigt, wie Änderungen in den Golf-Routen rasch die Verfügbarkeit von Tonnage, die Frachtraten und die Ballastpositionierung in mehreren Regionen beeinflussen können. Die Plattform beobachtet zudem 155 Energiehäfen weltweit und hilft damit einzuordnen, wie stärkere Transitaktivität den Druck auf Exportprogramme, Raffinerieversorgung und Hafenstaus auch außerhalb des Golfs mindern kann.

Entscheidend ist nun, ob der höhere Verkehr den Beginn einer dauerhaften Erholung markiert oder nur eine vorübergehende Reaktion auf veränderte Risikobewertungen darstellt. Solange sich die Sicherheitslage nicht weiter stabilisiert, dürften Reeder bei Fahrten durch die Meerenge selektiv bleiben.