Neue Unsicherheit trifft den Öltransport erneut, nachdem iranische Medien meldeten, dass sich die Lage in der Straße von Hormus wieder verschärft habe, und Berichte aus der Schifffahrt darauf hindeuteten, dass mindestens ein Tanker abgewiesen wurde. Damit könnte die kurze Entspannung nach den Waffenruhe-Schlagzeilen bereits wieder verpuffen, während Händler und Reeder erneut das Risiko unterbrochener Rohölströme durch einen der wichtigsten Engpässe des Welthandels einpreisen müssen.
TankerMap-Daten zeigen, warum das wichtig ist. Die Plattform verfolgt 3.201 Rohöltanker und 155 Energiehäfen weltweit. Spät am Mittwoch operierten Rohöltanker wie COSPEARL LAKE und HE RONG HAI nahe der Hormus-Zufahrt, während NAN LIN WAN in derselben weiteren Zone vor Anker lag. Auch die Exportinfrastruktur an Land bleibt aktiv: In Ras Tanura lagen sieben Schiffe im Hafen, bei fünf Abfahrten binnen 24 Stunden, während Irans Kharg Island im gleichen Zeitraum eine Abfahrt verzeichnete. Schon begrenzte Eingriffe in den Verkehr durch Hormus können Routenplanung, Versicherungspreise und Raffinerieeinkäufe rasch beeinflussen, vor allem weil auf beiden Seiten des Golfs große Exportkapazitäten erneut jedem neuen Eingriff ausgesetzt sind.