Die Hoffnung auf eine kräftige Erholung der chinesischen LNG-Nachfrage schwindet, obwohl die Waffenruhe zwischen den USA und Iran die unmittelbaren Sorgen rund um die Straße von Hormus verringert hat. Käufer bleiben wegen anhaltender Lieferunsicherheiten und weiterhin hoher Vertragspreise vorsichtig. Das deutet darauf hin, dass eine diplomatische Pause allein nicht ausreicht, um die asiatische Kaufbereitschaft nach Wochen gestörter Frachtströme, neuer Preisannahmen und veränderter Importplanung rasch wiederzubeleben.
Daten von TankerMap zeigen, wie weit verzweigt das LNG-Netzwerk trotz schwächerer Nachfragesignale bleibt. Die Plattform verfolgt 904 LNG-Tanker und 155 Energiehäfen weltweit, darunter 39 LNG-Export- und 53 LNG-Importterminals. Live-Daten am Dienstag zeigten LNG ADAMAWA LNG im südwestlichen Indischen Ozean, SEAPEAK METHANE LNG auf dem Weg nach Malaysia und COOL RUNNER LNG in Fahrt Richtung Nordeuropa. Das unterstreicht, wie sich Ladungen weiter zwischen den Becken neu verteilen, während Importeure ihre Kaufpläne überdenken. Selbst bei vorübergehend ruhigerem Hormus dürfte sich Chinas Nachfrage nur schrittweise erholen, wenn Preissensibilität und Vorsicht bei der Versorgung dominieren.