Die USA hielten am Sonntag ihre Blockadehaltung rund um die Straße von Hormus aufrecht und beschlagnahmten ein iranisches Schiff. Damit steigt das Risiko für den Tankerverkehr durch den wichtigsten Engpass des globalen Ölhandels weiter. Der Schritt erhöht die Sensibilität der Schifffahrtsmärkte für militärische Eingriffe, Kriegsrisikoprämien und Verzögerungen auf Routen im Persischen Golf.

Für den Rohöl- und LNG-Handel können Schiffsaufbringungen rasch auf Charterentscheidungen, Versicherungskosten und Ladepläne durchschlagen. Nach Daten von TankerMap werden weltweit 4.105 Schiffe verfolgt, darunter 3.201 Rohöltanker und 904 LNG-Tanker. Das zeigt, wie genau Reeder und Händler die Transitbedingungen im Golf beobachten. Häfen und Terminals für Exporte aus dem Persischen Golf bleiben zentral für die globale Energiebilanz, vor allem wenn Ausweichrouten länger und teurer sind.