Der Chef der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation hat dem U.N.-Sicherheitsrat gesagt, dass es weiterhin keinen sicheren Transit durch die Straße von Hormus gibt. Damit wird deutlich, wie weit die Schifffahrtskrise inzwischen über normale Kriegsrisikoprämien hinausgeht. Zugleich wandte sich der IMO-Chef gegen die Idee, für die Passage durch die Meerenge Gebühren zu verlangen, was den Zugang zu einem zentralen globalen Handelskorridor weiter verkomplizieren könnte.
Für TankerMap-Leser ist das wichtig, weil die Warnung von der obersten internationalen Schifffahrtsorganisation kommt und nicht nur von Händlern oder Militärvertretern. Die formelle Feststellung, dass sichere Passage noch nicht möglich ist, unterstreicht das operative Risiko für Tanker, LNG-Schiffe und andere Handelsschiffe. Eine Debatte über Transitgebühren fügt zudem neue Unsicherheit für Chartering, Routenplanung und Compliance hinzu.