Golden Pass LNG hat seine erste Exportladung aus Sabine Pass in Texas verschifft und damit eines der größten neuen US-Projekte für verflüssigtes Erdgas offiziell in den Welthandel gebracht. Das Terminal, ein Gemeinschaftsunternehmen von QatarEnergy und ExxonMobil, soll bei voller Auslastung rund 18 Millionen Tonnen pro Jahr exportieren und fügt dem Markt in einer Phase erhebliche neue Mengen hinzu, in der Käufer sowohl auf Volumen als auch auf Routenvielfalt achten.
Für TankerMap-Leser ist der Start wichtig, weil damit ein großer neuer LNG-Verladepunkt außerhalb der Risikozone der Straße von Hormus entsteht. Anders als Ladungen aus Katar, die durch den Golf-Engpass laufen, können Golden-Pass-Lieferungen den Atlantik- und Pazifikmarkt erreichen, ohne von Hormus abhängig zu sein. Das gibt Importeuren eine zusätzliche Routenoption, während geopolitische Spannungen die LNG-Schifffahrt neu ordnen. Zugleich stärkt der Start die Rolle der USA als Swing Supplier im globalen Gasmarkt und dürfte neue Nachfrage nach LNG-Tonnage rund um den Exportkorridor an der US-Golfküste schaffen.