Asiatische Reeder könnten laut von gCaptain zitierten Branchenvertretern die Transitfahrten durch die Straße von Hormus vor vielen westlichen Betreibern wieder aufnehmen. Zwar hält die fragile Waffenruhe zwischen den USA und Iran die Passage formal offen, operativ bleibt sie jedoch hochriskant. Das deutet auf einen zweigeteilten Markt hin, in dem Risikobereitschaft bei Kriegskosten, Sanktionskonformität und möglichen Transitgebühren darüber entscheidet, wer zuerst auf Golf-Routen zurückkehrt.
Für TankerMap-Leser ist das relevant, weil eine ungleiche Rückkehr nach Hormus die Verfügbarkeit von Tankern und die Reiseplanung im Rohöl- und Produktverkehr verschieben würde. Wenn asiatisch kontrollierte Tonnage zuerst fährt und westliche Firmen abseits bleiben, könnten Charterer auf einen kleineren Pool konformer Schiffe treffen, während sich Frachtrisiken, Ballastpositionierung und Ladezeitpunkte in den Exportprogrammen des Golfs verändern. TankerMap verfolgt die Schiffe, Häfen und Engpässe, an denen sich ablesen lässt, wann diese Verkehrsspaltung zu messbaren Änderungen in seegestützten Ölströmen wird.