Die Importe von Flüssigerdgas in Asien sind auf den niedrigsten Stand seit fast sechs Jahren gefallen, da die Krise im Nahen Osten Lieferströme stört und Käufer zu geringeren Beschaffungen zwingt. Der Rückgang deutet auf eine deutlich schwächere Nachfrage in der Region hin, weil Importeure mit hohen Spotpreisen, erhöhten Schifffahrtsrisiken und Unsicherheit über verfügbare Ladungen konfrontiert sind.

Für LNG-Käufer in Nord- und Südostasien geht es nicht nur um den Preis, sondern auch um die Logistik. Jede Störung bei Exporten aus dem Nahen Osten kann die Verfügbarkeit von LNG-Tankern rasch verknappen, die Reiseplanung verlängern und Versorger dazu zwingen, Käufe zu rationieren oder wenn möglich auf andere Brennstoffe auszuweichen. Hält der Engpass an, bleiben die Routen zwischen Golfproduzenten und asiatischen Regasifizierungsterminals im Fokus.

TankerMap-Daten ergänzen dieses Bild. Die Plattform verfolgt weltweit 904 LNG-Tanker und 155 Häfen, darunter 39 LNG-Exportterminals und 53 LNG-Importterminals. Daran wird sichtbar, wie schnell Stress in einer Förderregion auf Abnahmemärkte übergreifen kann, besonders wenn Charterraten und Frachten stark schwanken.